Ziele des Vereins

- Wiederherstellung und Instandhaltung des Festsaales mit den dazu notwendigen benachbarten Räumen, wie dem barocken Treppenhaus
- Errichtung eines Dokumentationszentrums
- Förderung von Kunst, Kultur und Denkmalschutz
- Durchführung von kulturellen Veranstaltungen
- Schaffen eines kulturellen Mittelpunkts in der Region

 

Beitrittserklärung



Bauliche Maßnahmen

Wände, Böden und Decken müssen von Grund auf erneuert werden. So auch die Tragekonstruktionen. Alte Wandpaneele, der Kamin und das Allianzwappen aus dem 18. Jahrhundert sollen repariert, restauriert und die ehemalige Stuckdecke wieder angebracht werden. Besonders sanierungsbedürftig ist das schöne barocke Treppenhaus. Hinzu kommt noch die technische Infrastruktur - wie Elektrik und Heizung.

 

Zur Historie des Herrenhauses

Nach einer Urkunde vom 28. Juni 1345 ist Roggow Stammsitz der schon um 1192 existierenden Familie von Oertzen. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war der Besitz über 800 Jahre ohne Unterbrechung in der Familie. Es folgte die Enteignung. Erst 1991 konnte der Enkel des Wilhelm von Oertzen Teile des früheren Betriebes zurückkaufen. Nun galt es, den historischen Grund und Boden sowie das denkmalgeschützte Herrenhaus zu sanieren. Der früheste Vorläufer des Rittergutes ist die teilweise noch sichtbare wendische Burgwallanlage. Die Instandsetzung des weitläufigen Parks und des Herrenhauses erfordern wie schon nach den Zerstörungen im 30- jährigen Krieg, viel Geduld, Zeit und Geld.

Zur DDR-Zeit wohnten im Herrenhaus bis zu 12 Familien, wodurch es arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Frühjahr 1990 sollte ein kompletter Umbau in ein LPG-Erholungsheim erfolgen, was die Wende dann verhindert hat.

Anmerkungen zur Geschichte von Roggow

Nur wenige 100 m vom Salzhaff an der Ostsee gelegen, befindet sich der kleine Ort Roggow. Der Name Roggow ist wendischen Ursprungs und heißt so viel wie Ecke, Haus, Burg oder Ort. Roggow gilt als eine der ältesten Gutsanlagen in Mecklenburg. Der Name Oertzen, schon seit dem 13. Jahrhundert ein ritterliches Geschlecht, machte viele Wandlungen durch. Der Stammvater ist der wendische Edle Uritz. Oertzen heißt so viel wie Ackermann, Landmann.

Es heißt, dass der Stammvater dem Kaiser im 13. Jahrhundert in einer Schlacht das Leben gerettet hat. Als Dank bekam er einen Ring, ein Zeichen seiner Treue und Verbundenheit und wurde zum Ritter geschlagen. Diese wesentlichen Elemente zeigt auch das heutige Familienwappen der Familie mit dem Ring und den ritterlichen Armen.

      
Zunächst enteignet auf Befehl der sowjetischen Administration und dann von der deutschen Bundesregierung, konnte ein Teil des früheren landwirtschaftlichen Betriebes 1991 von der Treuhand zurückgekauft werden. Jetzt soll es wieder mehr und mehr bewohnbar gemacht werden und Platz für kulturelle Veranstaltungen bieten. Die Schäden im Inneren des Hauses sind groß. Besonders der Saal, die Nebenräume und das barocke Treppenhaus müssen saniert werden. Aber auch die alte Stuckdecke, der Dielenboden, ein Kamin, die Wandvertäfelung und ein Balkon vom Saal, sollen wieder neu hergerichtet werden.